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Arbeitsbeispiel: Pharma Außendienst-Incentive

Anstoß für ein Außendienst-Incentive: Wie Pharma-Teams ins Champions-League-Fieber kommen

100 Pharmareferenten. 12 Teams. 9 Monate Ligabetrieb. Und am Ende mehr als 20 % über Ziel.

Die Aufgabe war klar – und anspruchsvoll: Ein neues Produkt im Bereich Psychopharmaka sollte in den Markt eingeführt werden. Der Außendienst musste nicht nur informieren, sondern wirklich brennen für das Produkt – aktiv promoten, Ärzte überzeugen, Präsenz zeigen. Klassische Einzelwettbewerbe? Hatten wir schnell verworfen. Zu wenig Zugkraft, zu wenig Gemeinschaft. Die Idee, die unserer Kunden dann überzeugte: ein Teamwettbewerb im echten Ligaformat. Wenn aus Kollegen Mannschaften werden, die füreinander kämpfen – nicht wegen der Prämie, sondern weil es Ehrensache ist – dann entsteht eine Energie, die kein Bonussystem der Welt kaufen kann.

Anpfiff: Der Außendienst als Liga – nicht als Rangliste.

100 Pharmareferenten, aufgeteilt in 12 Teams, verteilt über 12 Verkaufsgebiete. Kein klassisches Ranking, in dem der Beste oben steht und der Rest das Nachsehen hat. Stattdessen: ein echter Ligabetrieb über neun Monate – Vorrunde, Viertelfinale, Halbfinale, Finale. Sechs Spielpaarungen pro Monat, Team gegen Team, Duell um Duell. Wer sein Monatsziel prozentual am stärksten übertraf, gewann das Spiel – und damit drei Punkte. Unentschieden brachte jedem einen Punkt. Daraus entstand eine echte Tabelle. Mit echten Auf- und Abstiegsgefühlen. Und dem unbedingten Willen, oben zu stehen.

Wechselnde Spielfelder – damit kein Team sich auf seine Stärken ausruhen kann.

Was die Liga besonders lebendig hielt: Die Wertungskriterien wechselten jeden Monat. Mal zählte die prozentuale Absatzsteigerung gegenüber dem Vormonat, mal die Marktanteilsentwicklung gegenüber dem Vorjahr, mal die Umsatzsteigerung absolut oder prozentual. Wie im echten Fußball, wo mal Pressing gefragt ist und mal Konter: Jeder Monat stellte die Teams vor neue taktische Anforderungen. Kein Team konnte sich auf eine Stärke verlassen und den Rest der Saison aussitzen. Die Tabelle blieb bis zur letzten Runde spannend.

Spielberichte wie im Sportmagazin – und die Teams lasen sie wirklich.

Nach jedem Spieltag gab es keine nüchterne Ergebnismail. Stattdessen: eine monatliche Spielberichterstattung im Stil eines Sportmagazins. Mit echten Schlagzeilen. „Die Preußenfüchse jetzt dreimal in Folge ungeschlagen – schaffen sie den Einzug ins Halbfinale?“ Oder: „Die Depri-Möpse mit zwei Siegen in Serie – werden sie nächsten Monat auch gegen die Besassenen bestehen?“ Das war kein Kommunikations-Pflichtprogramm. Das war Lesestoff. Der Wettbewerb wurde zum Gesprächsthema – in den Teams, beim Kunden, auf dem Parkplatz vor dem nächsten Besuch.

Die Tipprunde: Wenn Quoten zum Zündstoff werden.

Einmal im Monat wurden die Teams aufgefordert, die Ergebnisse der kommenden Spielpaarungen zu tippen. Wer gewinnt gegen wen? Die Quoten wurden veröffentlicht – für alle sichtbar, schwarz auf weiß. Was dann passierte, war absehbar und trotzdem wirkungsvoll: Wer als Außenseiter gehandelt wurde, wollte es beweisen. „Von wegen wir verlieren“ wurde zum inoffiziellen Mannschaftsmotto. Wer als Favorit galt, wollte den Vorschusslorbeeren gerecht werden. Die Tipprunde war kein Gimmick – sie war Benzin im Tank. Jeden Monat neu gezündet.

Teamidentität als Treibstoff – selbst gewählt, selbst verteidigt.

Jedes Team gab sich seinen eigenen Namen. Die Depri-Möpse. Die Besassenen. S.W. Fighters. Die Preußenfüchse. Was wie ein Spaß klingt, war der vielleicht klügste Zug des ganzen Programms: Wer seinen Vereinsnamen selbst erfunden hat, kämpft dafür. Eine Niederlage war keine abstrakte Zielverfehlung mehr – sie war ein verlorenes Spiel. Gegen echte Gegner. Mit Namen. Und das nächste Duell war die Chance auf Revanche. Genau so funktioniert Fußball. Und genau so funktionierte dieser Wettbewerb.

Das Finale: Champions League in Madrid – erspielt, nicht verlost.

Nach neun Monaten Ligabetrieb war es soweit: Viertelfinale, Halbfinale, Finale. Wer bis hierher gekommen war, hatte sich jeden Schritt verdient – Spieltag für Spieltag, Punkt für Punkt, Monat für Monat. Der Meister gewann ein Champions-League-Spiel in Madrid – nicht als Glückslos, sondern als verdienter Lohn einer ganzen Saison voller Einsatz, Taktik und Teamgeist. Vizemeister und Dritter erhielten attraktive Geldprämien. Aber das Bemerkenswerteste war die Rückmeldung aus den Teams: Die Prämie war fast Nebensache. Der Wettbewerb selbst, der Ehrgeiz, die Tabelle, die Spielberichte – das war der eigentliche Antrieb. Das Ergebnis gab ihnen recht: kumuliert plus 20 Prozent Zielerreichung über die gesamte Saison.

Fazit

Wenn ein Außendienst anfängt, sich Vereinsnamen zu geben, Spielberichte zu lesen, Tipps abzugeben und Niederlagen persönlich zu nehmen – dann hat das Programm gewonnen. Nicht weil die Mechanik clever war. Sondern weil sie echte Emotionen erzeugt hat. Leistung, die aus Begeisterung entsteht, schlägt jeden Bonuskatalog. Das ist unser Spielstil.

Wenn Sie mehr über unsere Denkweise erfahren möchten, schreiben Sie uns: info@bumg.de – oder stöbern Sie weiter auf bubenundmaedchen.de

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